Kritiken

“Publikum ve Skalné pohladili sopranistka Jana Karin Adamová se zpívajícím varhaníkem Frannsem Wilfriedem Promnitzem von Promnitzau středověkými díly Ockeghema, Le Maistra, von Wolkensteina a dalších s nám již prakticky neznámou melodikou, povznášejícími a čistými unisony, dvojhlasy i kánony z 12. až 16. století, kdy právě tyto liturgické písně byly pro většinu lidí nejautentičtějším, nejsrozumitelnějším a možná i jediným Božím slovem. Tato něžná hudba, která dodnes obměkčí i ta nejtvrdší srdce a jejímž smělým ideálem jsou chóry andělů, unášela dojaté festivalové publikum zvukově i vnitřrně hned do závratných nebeských výšek i propastných pekelných hlubin. Oba umělci umocňovali účinek dávných motet a antifon precizní a zároveň velmi procítěnou interpretací. Unikátem byla půvabná kolísavá antifona Laus Trinitati od legendární Hildegardy von Bingen zvané také Sybila od Rýna, mystické německé vizionářky, umelkyně a léčitelky z 12. století.
Chebsky Denik (Festival Uprostred Evropy)

“Jana Karin Adam (Mezzosopran) und Franns W. von Promnitz (Tenor und Portativ-Spieler) versetzten die Zuhörer in die Klangwelt des ausgehenden Mittelalters. Zart, sauber und scheinbar ohne jede Anstrengung erhob sich die Frauenstimme über die anderen Lagen, während der Begleiter von Jana Karin Adam gleichzeitig sang, mit der rechten Hand die Tastatur des Portativs bediente und mit der linken die Luft für die Pfeifen bewegte. Das Ensemble brachte selten zu vernehmende Stücke von kaum bekannten Komponisten zu Gehör, darunter vier Marien-Motetten, unter anderem von Oswald von Wolkenstein, dem wahrscheinlich letzten deutschen Minnesänger. Beim weltlichen Liedteil wurde deutlich, dass die Menschen vor 500 Jahren neben aller Gottesfürchtigkeit auch fröhlich und lebenslustig waren. Bei einer tänzerischen Melodie des Komponisten J. P. Sweelinck zeigte von Promnitzau, dass ein Portativ auch beidhändig bespielt werden und mit seinem Klang einen großen Raum füllen kann.”
Hessisch Niedersächsische Allgemeine

“Ein besonderes Stück war die Estampie aus dem Robersbrigde Codex um 1330. Franns von Promnitzau musizierte das Tanzstück mit seinen wandernden Quintklängen sehr lebendig auf dem Portativ. Zugleich reicherte er es mit einer täuschend echten Schlagwerksimitation an, die er hauptsächlich mit dem Mund umsetzte… Zum Abschluß standen noch drei Werke in altenglischer Sprache von Heinrich VIII. auf dem Programm, bevor zwei Zugaben das Publikum in die Dunkelheit entließen.”
Süddeutsche Zeitung

“Es grenzt schon an Kühnheit, mit zwei Gesangsstimmen bei gleichzeitiger Ergänzung der fehlenden Stimmen durch das handliche Portativ, derartig polyphone Musik lebendig werden zu lassen. Es gelang zum Erstaunen aller Zuhörer und stellt einen Gradmesser für folgende Konzerte dar.“
Märkische Allgemeine Zeitung Potsdam

„Es war zu spüren, wie sich beide Interpreten in diese Welt versetzt hatten. Im „Kyrie“, „Gloria“ und „Agnus Dei“ aus der „Missa sine nomine“ von Johannes Ockeghem trat dieses besonders zutage. … Die Mezzo-Sopranistin Jana Karin Adam erschloss mit ihrem Partner Franns von Promnitz die spröde Schönheit dieser alten Musik in bemerkenswerter Weise.“
Dresdner Neueste Nachrichten

“Im rechten Winkel zum Portativ zu sitzen und darauf zu spielen, ist ungewöhnlich und schwierig. Darauf eine Melodie, Akkorde, Verzierungen oder schnelle Tonläufe zu spielen, ist eine hohe Kunst, die Franns von Promnitz beherrscht. Das Besondere an diesem Konzert war jedoch der harmonische Dreiklang von Portativ, Franns Promnitz’ Tenor und von Jana Karin Adams Sopran. Es war faszinierend, wie sich die beiden menschlichen Stimmen mit dem Klang der kleinen Orgel harmonisch vereinten.“
Oberhessische Presse Marburg

„Absoluter Höhepunkt: ein Capriccio von Frescobaldi, das von Promnitz zweihändig spielte, während Jana Karin Adam virtuos, ohne daß auch nur ein Ton erstarb oder es zu einem Luftloch kam, den Blasebalg bediente.“
Neumünsteraner Zeitung