Programme

„WAS IST MIR DOCH DAS RÜHMEN NÜTZE?“
Zum 250. Todestag Georg Philipp Telemanns

Kantate „Was ist mir doch das Rühmen nütze?“ aus „Der Harmonische Gottesdienst“ für mittlere Stimme und Orgel

für Orgel (Auswahl):
Triosonate D
DOPPELKONZERT c-moll
Suite in F
CONCERTO LA CHIESA G-DUR
7 kleine Fugen
FANTASIA in D

Kantate „Die stärkende Wirkung des Geistes der Gnade“ aus „Der Harmonische Gottesdienst“ für mittlere Stimme und Orgel

„EUROPA, ZEIGE MIR DEIN BILD!“
Zum 250. Todestag Georg Philipp Telemanns
Georg Philipp Telemann widmete sich während seiner Jugend ausgiebig dem Studium französischer und italienischer Instrumentalmusik. Im Jahre 1704 trat der junge Georg P. Telemann seinen 1. Dienst als Hofcapellmeister bei Erdmann III. Graf von Promnitz in Sorau an. In dieser Zeit kam er mit der polnischen und mährischen Folklore in Berührung. Französische, polnische und welsche (italienische) Einflüsse sind in vielen seiner Werke für Tasteninstrumente nicht zu überhören, wie z. B. in den 6 Ouvertüren.
Ein nahezu unentdecktes Juwel Telemanns stellt sein Liederzyklus „Singende Geographie“ dar. In kurzen Lieder nimmt der Komponist die Zuhörer auf eine große Reise durch das barocke Europa mit: von Portugal, über die Provence, Bayern, Obersachsen und Böhmen, weiter nach England, Skandinavien und Rußland – mit kurzen Abstechern nach Asien und Afrika.
Das Programm, zeigt in Liedern und Kompositionen für Tasteninstrumenten die farbenfrohe Vielfalt Telemanns, welcher zumindest auf dem Notenpapier, ein weit gereister Europäer war.

„KÖNIGLICHE MUSIK“
Im ersten Teil des Programms erklingt die älteste erhaltene Vertonung der fünf Ordinariumteile Kyrie, Gloria, Credo, Sanctus und Agnus Dei (vermutlich als Krönungsmesse um 1360 entstanden) von Guillaume de Machaut. Er schuf eine vierstimmige Messe, deren Klangwelt den Zuhörer tief ins Mittelalter eintauchen läßt und die dabei teilweise doch überraschend modern klingt.
Maria, der Himmelskönigin, sind vor allem im Mittelalter unzählige Lieder gewidmet. Ob anonyme Pilgergesänge oder Werke der berühmtesten Meister dieser Zeit – die Marienkompositionen berühren die Zuhörer auch heute immer wieder aufs Neue.
Wir bringen Werke von Josquin des Prez, Oswald von Wolkenstein und Pilgerlieder des Klosters Montserrat zu Gehör.

MUSIK AN SÄCHSISCHEN UND PREUSSISCHEN HÖFEN“
Die Reihe der Hofcapellmeister des Sächsischen Hofes ist lang und reicht bis in die Renaissance zurück. Viele berühmte Komponisten finden sich darunter. Doch auch am preussischen Hof in Königsberg und Berlin spielte die Musik eine wichtige Rolle und brachte großartige Kompositionen hervor. Durch die wechselvolle Geschichte Königsbergs werden diese Werke heute leider nur noch selten aufgeführt. Zu Unrecht, wie wir finden!
Neben bekannten Werken von Johann Sebastian Bach, Georg Philipp Telemann haben Sie die Chance musikalische Kleinode von Johann Eccard, Matteus LeMaistre, Heinrich Albert, Johann Amadeus Naumann und Carl Philipp Emanuel Bach zu entdecken.

„ZU DEN WURZELN DER MUSIK“
Aus jedem vergangenem Jahrhundert erklingt ein Musikstück, angefangen im 20. bis zum 9. Jahrhundert – quasi eine kleine Reise durch die Musikgeschichte.
Beginnend in der Moderne – über das Zeitalter der Romantik, der Klassik, des Barock, der Renaissance und des Mittelalters – können die Zuhörer die Entwicklung der Musik zurück zu den Wurzeln verfolgen.  
Das Publikum reist nicht nur durch die Musikgeschichte, sondern auch durch die Historie des Ortes, da wir einen zeitlich-musikalischen Bezug zur Geschichte (Ersterwähnung, Adelsgeschichte, besondere Ereignisse), der Kirche (Ersterwähnung, Umbau, Neubau) und deren Ausstattung (Kanzel, Taufstein, Wandmalereien etc.) herstellen. 
Der erste Teil dieses Konzertes wird mit der Kirchenorgel musiziert, die Werke der Renaissance und des Mittelalters mit einem Portativ im Altarraum. Dies ist eine seltene Gelegenheit, den Vorläufer der heutigen Orgel einmal genauer kennenzulernen!

VOM AUFGANG DER SONNE BIS ZU IHREM UNTERGANG“
Barocke Kompositionen von J. S. Bach, G. Böhm; G. P. Telemann und Choräle
Dieses vierteilige Programm beinhaltet die schönsten und bekanntestes deutschen Kirchenlieder und Choräle. Beginnend mit dem Morgen, voll Hoffnung und Zuversicht schlägt es einen große Bogen zum Abend, der Sehnsucht nach Ruhe und Bestärkung des Glaubens. Dazwischen erklingen ein kleiner Spaziergang durch das Kirchenjahr und drei Marienlieder.
Kunstvoll miteinander verknüpft und ergänzt werden die einzelnen Programmteile durch Orgelwerke von Johann Sebastian Bach, Georg Philipp Telemann und Georg Böhm.

MARIA DURCH EIN DORNWALD GING“ – ein adventliches Programm
Die Mezzosopranistin Jana Karin Adam und der Pianist Franns Wilfried von Promnitz haben altbekannte sowie wiederentdeckte Kompositionen des Mittelalters, der Renaissance und des Barocks zu einem (vor)weihnachtlichen Konzertprogramm zusammengefügt. Festliche barocke Klänge und alte, berührende Weihnachtslieder bilden den Rahmen dieses Konzertes, in dessen Mittelpunkt ein kleines Weihnachtsoratorium und zwei heiter-besinnliche Geschichten stehen.
Es erklingen u. a. Werke von Oswald von Wolkenstein, Andreas Hammerschmidt und Johann Sebastian Bach. Die kleine mittelalterliche Orgel, das Portativ, verleiht dem Konzert eine ganz besonders festliche Stimmung.

PASTYME WITH GOOD COMPANY“die Musik Heinrich VIII.
Mythen und Sagen ranken sich um den großen Renaissancefürsten König Heinrich VIII.  Er ist vielen Menschen nur für seine 6 Ehefrauen, von denen er zwei hinrichten ließ, bekannt. Wenige Interessierte wissen, daß Henry VIII, wie er sich selber nannte, ein begnadeter Komponist war. Seine wenigen uns erhaltenen Lieder sind feinsinnige, gefühlvolle Kunstwerke und drücken Sehnsucht, Glück und Schmerz, aber auch Kritik am Zeitgeist aus.
Umrahmt von Werken der berühmtesten Hofcapellmeister Europas (Josquin des Prez, Orlando di Lasso, Johannes Eccard, Ludwig Senfl) stehen die Kompositionen des englischen Königs Heinrich VIII. im Mittelpunkt dieses höfischen Renaissance-Programms.

„WEIßT DU, WARUM WIR EIGENTLICH DEN FROSCH GEGESSEN HABEN?
Ostpreußische Geschichten von Siegried Lenz – Musik am preußischen Hof in Königsberg
Das ungewöhnliche Programm „Weißt du, warum wir eigentlich den Frosch gegessen haben?“ vereinigt amüsanten Geschichten aus Siegfried Lenz‘ Geschichtensammlung „So zärtlich war Suleyken“ und Lieder der ostpreussischen Renaissance- und Barockzeit. Die Geschichten und die Lieder drehen sich um die gleichen Dinge: Scherz, Liebe, Poesie, Hoffnung und Schmerz, um Probleme und Freuden des Alltags. Die grotesken Geschichten aus dem Dorf Suleyken, gelegen irgendwo und nirgendwo in Masuren, sind eine liebevolle Huldigung des geistvollen Erzählers Siegfried Lenz an seine ostpreußischen Heimat. Der souveräne Humor des Verfassers kommt durch den Vortrag von Franns von Promnitz noch einmal mehr zum Tragen, da er es vortrefflich versteht, den ostpreussischen Dialekt pointiert einzusetzen.
Die europäischen Renaissance- und Barocklieder stammen von Heinrich Albert (1604 – 1651) und Johannes Eccard (1553 – 1611). Letzterer lebte und wirkte als Hofcapellmeister in Königsberg. Heinrich Albert, der Schöpfer des berühmten Liedes „Ännchen von Tharau“ war bis zu seinem frühen Tod als Organist und Komponist an der Domkirche zu Königsberg tätig. 
Man darf also gespannt sein auf ein sehr außergewöhnliches Konzert, das gleichzeitig auch eine Lesung ist.